Fruchtgemüse

Drucken

Aubergine

AubergineDie Aubergine (Solanum melongena), außerdem Eierfrucht, Melanzenapfel oder Spanische Eier genannt, ist ein Fruchtgemüse und gehört zur Gattung der Nachtschattengewächse (Solanum). Auberginen sind aus diesem Grund mit Tomaten und Kartoffeln verwandt. Auberginen stammen wahrscheinlich anfänglich aus Asien, wo sie schon seit mehr als 4.000 Jahren angepflanzt werden. In Europa sind Auberginen hingegen noch nicht so lange bekannt wie viele andere Gemüse. Erst die Sarazenen brachten die Auberginen vermutlich im 13. Jh. über Arabien nach Spanien. Von dort aus kam die Eierfrucht nach Italien, wo sie seit circa 1550 in Süditalien angepflanzt wird.

Heutzutage sind Auberginen ein sehr wichtiger Teil der Mittelmeerküche und Hauptzutat mehrerer Spezialitäten der Mittelmeerküchen, wie etwa dem griechischen Moussaka (Auflauf mit Auberginen, Kartoffeln und Tomaten), dem französischen Ratatouille (Schmorgemüse mit Auberginen, Paprika und Tomaten) oder dem türkischen Imam bayildi (Mit Gemüse gefüllte Auberginenstreifen).

Auberginen werden das ganze Jahr über angeboten. Die Hauptanbaugebiete sind China, Indien und Ägypten, in Europa werden Auberginen schwerpunktmäßig in Italien, Spanien und Rumänien angepflanzt. Da Auberginen es warm lieben, ist der Anbau in der Bundesrepublik Deutschland lediglich im Gewächshaus möglich. In Südeuropa ist hingegen ebenso der Anbau im Freiland möglich.

Beim Kauf von Auberginen sollte man darauf achten, dass die Schale glänzend und glatt und der Stil frisch und noch grün ist. Bei der vollreifen Frucht gibt auf leichten Daumendruck die Schale etwas nach, nicht reife Auberginen andererseits geben nie nach. Im Kühlschrank halten sich Auberginen ca. eine Woche frisch. Auberginen sollten auf keinen Fall neben Obst und Tomaten lagern, weil das Gemüse ziemlich empfindlich gegenüber dem Reifegas Ethylen ist, das ganz besonders von Äpfeln und Tomaten verströmt wird.

Auberginen gibt es in mehreren Formen und Farben. Die Farben reicht von gelb, grün, weiß, orangerot und sogar grünweiß marmoriert, die Formen variieren von gurkenförmig, länglich, kugelig, keulenförmig, tropfenförmig und schlangenförmig mit bis zu einem Meter Länge und eierförmig. Den deutschen Namen "Eierfrucht" verdankt die Aubergine einer Sorte, die wie ein Ei geformt und hühnereigroß ist und eine weiße Schale besitzt. Das Fleisch aller Auberginensorten ist jedoch stets weiß. In Deutschland sind beinahe nur Auberginen mit schwarzer beziehungsweise dunkelvioletter Schale auf dem Markt.

Auberginen enthalten 25 kcal auf 100 gr.. Sie enthalten die Vitamine B1 und B2 wie auch Folsäure, die sich ganz besonders in der Schale befinden. Auberginen besitzen einen hohen Anteil an löslichen Ballaststoffen und demzufolge das Befähigung, schädliches LDL-Cholesterin zu binden und aus dem Körper abzutransportieren. Sekundäre Pflanzenstoffe (Terpene) verhindern als wichtiger Schutzstoff ganz bestimmte hormonelle Einflüsse bei der Entstehung bestimmter Arten von Krebs Auberginen wird überdies nachgesagt, dass sie blutbildend sind und entzündungshemmend wirken. Sie verflüssigen Schleim und sind damit gut bei Asthma und Bronchitis. Ihre Bitterstoffe fördern bei der Verdauung, sind aber bei zuviel Magensäure nicht zu empfehlen.

Auberginen dürfen nie roh beziehungsweise noch nicht reif gegessen werden, das sie das giftige Alkanoid Solanin enthalten. Dieses verflüchtigt sich jedoch völlig beim Kochen. Auberginen können mit oder ohne Schale gebraten, gekocht, gegrillt oder geschmort werden. Um die Bitterstoffe aus der Eierfrucht zu lösen, empfiehlt es sich, die Aubergine in Stücke zu schneiden, sie zu salzen und einige Zeit stehen zu lassen. Das Salz entzieht den Auberginen Wasser und die darin gelösten Bitterstoffe. Daraufhin die Aubergine gründlich abwaschen. Um zu verhindern, dass das Auberginenfleisch bräunlich wird, kann man es mit Zitronensaft beträufeln. Dank ihrem geringen Eigengeschmack lassen Auberginen sich ausgezeichnet mit anderen Kräutern, Gewürzen und Ingredienzen kombinieren.




Designed by Free Joomla Templates