Hülsenfrüchte

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Kichererbsen

Sa-whitegreen-chickpeaKichererbsen (Cicer arietinum), auch Echte Kicher, Römische Kicher, Venuskicher oder Felderbse genannt, gehört zur Familie der Hülsenfrüchte. Mit der Erbse ist sie nicht näher verwandt. Der Name der Kichererbse kommt nicht vom Wort "kichern", sondern vom lateinischen cicer.

Kichererbsen sind eine der ältesten kultivierte Pflanzen der Welt und stammen eigentlich aus Anatolien. Dort wurde sie vor 8.000 Jahren angepflanzt und gelangte von da in den Raum rund um das Mittelmeer bis nach Nordafrika sowie nach Asien bis nach Indien und Pakistan. Heute werden sie im Besonderen in der Türkei, Nordafrika, Mexiko, Indien, Pakistan sowie Spanien angepflanzt. In Indien, Mexiko und in einigen arabischen Gebieten ist die Kichererbse auch dieser Tage noch ein sehr wichtiges Grundnahrungsmittel.

100 gr Kichererbsen enthalten 275 Kalorien. Sie enthalten gegen 20 Prozent Eiweiß, 40 Prozent Kohlenhydrate und schätzungsweise 12 Prozent Ballaststoffe. Zudem viel Lysin, die Vitamine B1, B6 und Folsäure. Der Mineralstoffgehalt an Magnesium, Eisen und Zink ist hoch.

Kichererbsen sind deutlich größer als grüne Erbsen und sind in getrocknetem Zustand unregelmäßig in der Form und oft stark runzlig. Die hierzulande verkauften Kichererbsensorten sind meistens gelblich bis hellbraun oder beigefarben. In Indien werden jedoch vor allem kleine, dunkle und stark runzelige Kichererbsen verwendet. Neben den gelben, rötlichen, braunen und schwarzen Körnern können außerdem die Blüten der Pflanze gegessen werden, diese sind gleichwohl hierzulande nicht verfügbar. Getrocknete Kichererbsen müssen wenigstens zwölf, besser 24 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht werden. Kichererbsen, die im Einweichwasser oben schwimmen, werden aussortiert und weggeschmissen. Im Einweichwasser lösen sich Giftstoffe, deshalb sollten die Körner nach dem Einweichen abgewaschen und zum Erhitzen frisches Wasser verwendet werden. Die Kochzeit dauert etwa 30-40 Minuten. Ungekochte Kichererbsen dürfen angesichts der darin enthaltenen Giftstoffe keinesfalls verwendet werden. Kichererbsen in der Büchse sind schon vorgekocht, sie können sofort weiterverarbeitet werden.

Die nussartig schmeckenden Kichererbsen lassen sich mannigfaltig gebrauchen. ganz besonders die mediterranen und orientalischen Küchen kennen zig Speisen für Kichererbsen. Sie eignen sich für Salate, Suppen, Eintöpfe, Gratins und Pürees. In Italien wird während der Fastenzeit ein Püree aus Kichererbsen, das mit Pfeffer, Olivenöl und Saft von einer Zitrone abgeschmeckt ist, gereicht. Eine gleichartige Fastenspeise kennt man außerdem in Spanien. Dort kommen Kichererbsen alias garbanzos außerdem in den Eintopf Olla podrida. In Griechenland knabbert man geröstete Kichererbsen an Stelle von Nüssen zum Ouzo.

Im Orient werden Kichererbsen püriert und zusammen mit Sesammus zu Hummus vermischt, einen Dipp bzw. Brotaufstrich. Pürierte Kichererbsen sind auch sehr wichtiger Bestandteil der würzigen Falafel-Bällchen, die man im Orient in tiefem Fett frittiert und danach, ähnlich wie ein Döner Kebab, mit Joghurtsauce, Tomaten, Zwiebeln und Salat in einem Pitabrot serviert.

Kichererbsen sind hierzulande ganzjährig als trockene Kichererbsen oder als vorgekochte Konserven erhältlich. Sowohl getrocknete Kichererbsen als auch solche in der Konservenbüchse halten bei sachgerechter Aufbewahrung in einem kühlen und dunklen Raum viele Monate.

Kichererbsen kann man ferner Keimen lassen und als knackige Beigabe zu einem Blattsalat mischen. Vor dem Verzehr sollten die Keimlinge aber kurz im kochenden Wasser blanchiert werden, um die Giftstoffe darin zu lösen.

In Indien sind Kichererbsen Bestandteil vieler Currygerichte. Aus dem Mehl der gerösteten Kichererbsen wird darüber hinaus Brot gebacken.




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