Kohl
Kohlrabi
Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes L.), auch Oberkohlrabi, Oberrübe, Rübkohl und Stängelrübe genannt, ist eine Gemüsepflanze und kommt wahrscheinlich aus Nordwest- bzw. Nordosteuropa.
Kohlrabi ist eine der zahlreichen Zuchtformen des Kohls und ist durch eine Kreuzung aus wildem Kohl sowie der wilden weißen Rübe entstanden. Kohlrabi wird unterschieden in weißem und blauem Kohlrabi. Es gibt aber keine geschmacklichen Unterschiede zwischen diesen beiden Sorten Kohlrabi.
Bei dem Kohlrabi wird lediglich die Knolle benutzt, die eine Verdickung der Sprossachse der Kohlpflanze und somit keine Wurzel ist. Der Geschmack von Kohlrabi ist leicht süßlich und entsteht durch Senfölglykoside, also ätherischen Ölen.
Kohlrabi kann ungegart oder gekocht konsumiert werden. Er ist sehr reich an Ballaststoffen und enthält Selen, B-Vitamine (B1, B2, B6), Folsäure, Ascorbinsäure (Vitamin C), Phosphor, Kalium, Eisen und Kupfer. Die nicht essbaren Blätter des Kohlrabi beinhalten allerdings, im Vergleich zur Knolle, weit mehr Vitamine und Mineralstoffe.
Beim Kauf von Kohlrabi sollte drauf geachtet werden, dass die Knollen auf keinen Fall geplatzt und/oder holzig sind. Von den Blättern befreit hält sich Kohlrabi im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu einer Woche frisch. Wenn der Kohlrabi in ein feuchtes Küchentuch eingewickelt wird, hält er sich im Kühlschrank bis zu vier Wochen lang.
Hauptverbraucher von Kohlrabi sind die Deutschen. Er wird oft als charakteristisch deutsches deutsches Gemüse angesehen, weswegen verschiedene weitere Sprachen das Ausdruck "Kohlrabi" als Benennung für das Gemüse übernommen haben. Bis vor ein paar Jahren war Deutschland außerdem mit circa 40.000 Tonnen im Jahr auch der größte Erzeuger von Kohlrabi. Der Kohlrabi-Anbau wurde jedoch zu sehr großen Teilen nach Spanien verlegt. Andere Kohlrabi-Anbauländer sind die Niederlande, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz, Rumänien sowie Polen.






