Blattgemüse
Guter Heinrich
Guter Heinrich (Chenopodium bonus-henricus), auch Wilder Spinat genannt, ist ein Blattgemüse aus der Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae). Guter Heinrich war in früheren Zeiten ein weit verbreitetes und beliebtes Gemüse, ist aber heute beinahe in Vergessenheit geraten.
Guter Heinrich mehrjährige, krautige Staude, die 30-80cm hoch wächst. Die Blätter sind dreieckig bis spießförmig und erreichen eine Länge von bis zu elf Zentimeter, fast ganzrandig, haben einen langen Stiel und sind anfangs mehlig, später dunkelgrün. Die Triebe des Guten Heinrich erreichen eine Länge von bis zu 12 cm.
Guter Heinrich war früher ein sehr weit verbreitetes Wildgemüse, das gerne und oft zubereitet wurde, da seine einzelnen Teile vielfältig verwendbar sind. Die Blätter lassen sich wie Spinat dünsten, die jüngeren Blätter des guten Heinrich lassen sich auch roh mit anderen Blattsalaten mischen, die jungen Triebe lassen sich wie Spargel zubereiten und die Blüten kann man wie Brokkoli dünsten.
Guter Heinrich ist reich an Vitamin C, sowie Eisen und wertvolle Proteine. Guter Heinrich enthält allerdings auch Oxalsäure und ist daher für Nieren-, Arhtritis- und Rheumakranke nur bedingt zu empfehlen. Guter Heinrich reichert außerdem häufig Nitratin den Blättern an, was besonders ältere und größere Blätter oftmals bitter schmecken lässt.
In der Volksmedizin wurde der Gute Heinrich häufig bei Hauterkrankungen eingesetzt. Außerdem wurde aus seinen Blättern eine Art Wundpflaster hergestellt.






